Alle Aphorismen
Wöchentlich ein neuer Aphorismus von Benoît Schneider-Hurz. Mit Meditation und Exegese. Zur offenen Diskussion eingeladen.
- Die Schwelle zeigt sich nicht an. Sie ist einfach da.
Die Schwelle zeigt sich nicht an. Sie ist einfach da. - Übe zu sterben. Damit konnte ich lange nichts anfangen. Jetzt schon.
Übe zu sterben. Damit konnte ich lange nichts anfangen. Jetzt schon. - Das Fundament schweigt noch. Es hält noch.
Sechs Monate später. Das Fundament schweigt noch. Es hält noch. - Vertrauen ist nicht die Abwesenheit von Zweifel. Es ist die Entscheidung trotzdem.
Vertrauen ist nicht die Abwesenheit von Zweifel. Es ist die Entscheidung trotzdem. - Einsam kann man auf jeder Party sein. Allein nur allein.
Einsam kann man auf jeder Party sein. Allein nur allein. - Das Nichts ist kein Nichts. Es ist das Vorher.
Das Nichts ist kein Nichts. Es ist das Vorher. - Es gibt Momente die einen nicht fragen ob man bereit ist.
Es gibt Momente die einen nicht fragen ob man bereit ist. - Ich verfehle das Sein mit jedem Gedanken. Und trotzdem bin ich es.
Meditation Ich habe versucht das Sein zu verstehen. Natürlich. Ich bin Philosoph, oder war es, je nachdem wen man fragt. Jedes Mal dasselbe: Ich denke „das Sein ist…“ – und schon ist es weg. Was bleibt ist ein Gedanke über das Sein. Eine Vorstellung. Ein Konzept mit dem ich zufrieden bin für ungefähr eine Woche…. - Angst ist ein Gefühl. Punkt. Einatmen. Ausatmen.
Angst ist ein Gefühl. Punkt. Einatmen. Ausatmen. - Die meisten schlafen. Nicht nachts – den ganzen Tag.
Meditation Ich fahre manchmal durch eine Landschaft und merke erst hinterher, dass ich sie nicht gesehen habe. Der Körper war da, die Augen offen. Aber ich war woanders, in einem Gespräch das noch nicht stattgefunden hat, in einem Problem das vielleicht nie kommt. Das ist Schlaf mit offenen Augen. Ich kenne das gut. Zu gut….