
Benoît Schneider-Hurz
Benoît wurde 1958 in Lyon geboren und wuchs in Genf auf. Sein Vater Henri Schneider, Arzt und passionierter Laienphilosoph, hatte in den frühen 1960er Jahren in Basel studiert und Karl Jaspers noch persönlich gehört – eine Begegnung, die ihn tief geprägt hatte. Im Elternhaus war Jaspers omnipräsent: die Grenzsituation, die Existenzerhellung, das Umgreifende – Begriffe, die am Familientisch so selbstverständlich fielen wie anderswo das Tagesgeschehen.
Benoît studierte Philosophie und vergleichende Religionswissenschaft in Genf und später in Heidelberg. Dort suchte er gezielt Professor Émile Wartenberg auf, einen Schüler und engen Wegbegleiter von Jaspers, der nach dessen Tod dessen Nachlass mitbetreut hatte. Wartenberg wurde für Benoît über drei Semester hinweg zum prägenden Gesprächspartner – weniger als Dozent, mehr als lebendiges Bindeglied zu einem Denken, das Benoît von Kindheit an kannte, aber nun wirklich zu verstehen begann.
„Jaspers hat mir mein Vater gegeben. Wartenberg hat mir gezeigt, was ich damit anfangen kann.“
Nach dem Studium lehrte er an kleinen Privatinstitutionen in der Schweiz und in Südfrankreich – immer am Rand der akademischen Welt, nie wirklich in ihr. Seit den frühen 1990er Jahren schreibt er Aphorismen, zunächst ausschließlich für sich.
Irene Hurz
Irene wurde 1965 in Wien geboren. Sie studierte Psychologie an der Universität Wien und spezialisierte sich früh auf das, was sie selbst „die Ränder der Psychologie“ nennt – jene Zonen, wo therapeutisches Verstehen in spirituelle Praxis übergeht. Ausbildungen in buddhistischer Meditation im Plum Village in Frankreich und christlicher Kontemplation im Benediktinerkloster Münsterschwarzach formten ihren Ansatz ebenso wie ihre klinische Arbeit als Psychotherapeutin in Wien und später in Barcelona.

Wie sie sich kennenlernten
Es war 2004 in Barcelona, bei einem kleinen, privat organisierten Seminar über Existenzphilosophie und therapeutische Praxis. Benoît referierte über Jaspers‘ Begriff der Grenzsituation als therapeutischen Schlüssel. Irene stellte danach die unbequemste Frage des Abends.
Sie heirateten 2007. Irene behielt ihren Namen – „Hurz bin ich“, sagt sie. Das Institut tragen sie gemeinsam.
2019 zogen sie in den Norden Teneriffas, nahe Garachico. Das Licht, die Vulkanlandschaft, die Stille. Das Institut für Transzendenz entstand nicht als Plan, sondern als Konsequenz.