Beautiful sunset over rugged Tenerife mountains with vibrant clouds and lush pine trees.

Der Sommer endet. Der Zyklus beginnt. Ich bin noch derselbe – und doch nicht mehr.

Meditation

Vier Monate. Einundzwanzig Aphorismen. Ich habe über das Fundament geschrieben, die Stille, die Angst, das Nichts. Über Vertrauen und Sterben und Spielen und Projektion.

Jetzt beginnt der Herbst.

Nicht weil der Kalender es sagt – obwohl er es tut. Sondern weil etwas abgeschlossen wurde. Eine erste Runde. Eine Annäherung.

Was ich jetzt anders weiss als vorher: nichts Bestimmtes. Aber die Fragen sind schärfer geworden. Das reicht.

Exegese

Ich habe diesen Prolog nicht geplant. Er hat sich ergeben – aus dem Wunsch anzufangen, aus dem Impuls etwas zu sagen das schon lange gesagt werden wollte.

Einundzwanzig Wochen Fundament legen. Stimme finden. Raum öffnen.

Was kommt ist anders. Der Herbst bringt andere Themen – Reife, Loslassen, Sinn, Glück und sein Abschied. Themen die man erst angehen kann wenn man etwas unter sich hat. Wenn das Fundament – zumindest ein bisschen – spürbar ist.

Jaspers unterscheidet zwischen dem formalen und dem existenziellen Philosophieren. Das formale denkt über Begriffe nach. Das existenzielle fragt was das für mich bedeutet – jetzt, konkret, in diesem Leben.

Dieser Prolog war existenziell. Oder er hat es versucht.

Ob er es war – das entscheidest du. Du hast mitgelesen, mitgedacht, vielleicht mitgefühlt. Du hast – hoffentlich – deine eigenen Fragen gestellt. Nicht die meinen beantwortet.

Irene hat gefragt ob ich nervös bin wegen dem was jetzt kommt. Ich habe nachgedacht. Nein. Neugierig.

Das ist neu.

Was nimmst du mit – aus diesem Sommer in den Herbst?

Foto: Raul Kozenevski / Pexels

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